Wer hätte das vor der Saison gedacht? Der TuS Lappentascherhof blickt auf eine mehr als gelungene Hinrunde in der Kreisliga A Neunkirchen zurück. Was im Sommer als „totaler Neuaufbau“ begann, hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt. Mit einer Mischung aus offensiver Wucht, taktischer Disziplin und einem außergewöhnlichen Teamgeist hat sich die Mannschaft im oberen Tabellendrittel festgebissen.
Ein Blick auf die Tabelle zeigt: Der TuS ist voll im Soll – und vielleicht sogar schon einen Schritt weiter. Mit aktuell 26 Punkten aus nur 12 Spielen belegt die Elf vom „Lappen“ einen starken 5. Tabellenplatz. Besonders brisant ist dabei der Blick auf die Konkurrenz: Da der TuS gegenüber vielen Mitbewerbern noch Spiele in der Hinterhand hat, ist das tabellarische Bild sogar noch verzerrt – der Weg nach ganz oben ist in Schlagdistanz.
Die nackten Zahlen unterstreichen die Qualität des neu formierten Kaders: 8 Siege, 2 Unentschieden und nur 2 Niederlagen zeugen von einer Konstanz, die man einem Team im Umbruch kaum zugetraut hätte.
Die Zuschauer kamen in der Hinrunde voll auf ihre Kosten. Mit einem beeindruckenden Torverhältnis von 45:26 (+19) gehört der TuS zu den gefährlichsten Offensivreihen der Liga. Im Schnitt klingelt es fast viermal pro Spiel im gegnerischen Kasten.
Kurios und beeindruckend zugleich ist die Stärke in der Fremde: Der TuS Lappentascherhof hat sich zum Schrecken der Gastgeber entwickelt. In sieben Auswärtsspielen wurden satte 18 Punkte eingefahren. Doch auch am heimischen Spielfeldrand konnten die Fans jubeln (8 Punkte aus fünf Spielen), wo sich das Team als unangenehmer und widerstandsfähiger Gegner präsentierte.
Doch der sportliche Erfolg ist nur die eine Seite der Medaille. Was die Verantwortlichen besonders stolz macht, ist die Entwicklung abseits der reinen Ergebnisse. Nach dem großen Umbruch im vergangenen Sommer greifen die Rädchen viel schneller ineinander als erwartet.
„Wir liegen voll im Plan“, heißt es aus dem Umfeld des Vereins. Der neu entfachte Teamspirit ist auf und neben dem Platz spürbar. Die Mannschaft spielt bereits jetzt über den ursprünglichen Erwartungen, hat aber genau dadurch „Lunte gerochen“. Die Spieler haben erkannt, welches Potenzial in diesem Kader steckt, wenn alle an einem Strang ziehen.
Für die Rückrunde ist die Marschroute klar definiert, jedoch ohne unnötigen Druck aufzubauen: Das Team soll weiter zusammenwachsen und die spielerische Linie verfeinern. Man will sehen, wo die Reise hingeht, wenn man diese Konstanz beibehält.
Mit der gezeigten Offensivpower, der stabilen Defensive und dem neuen Selbstvertrauen hat der TuS Lappentascherhof beste Voraussetzungen, in der zweiten Saisonhälfte noch einmal oben anzugreifen. Die Konkurrenz in der Kreisliga A Neunkirchen sollte diesen „neuen“ TuS jedenfalls definitiv auf dem Zettel haben.